Ich sag es gleich von Anfang an: ich bin noch längst nicht so nahe bei Gott, wie ich sein könnte und wünsche mir sehnlichst, dass ich über dem Schreiben weiterkomme. Auch will ich nicht lange um den Brei herumreden und so tun, als müsste ich erst begründen, warum ich von und über Gott rede. Es ist mindestens ebenso in Ordnung, Gott in alles einzubeziehen, wie zu versuchen, alles ohne Ihn anzusehen. In diesen Seiten will ich halbwegs logisch und systematisch erzählen, was es bedeutet, Ihn zu lieben und mit Ihm zu gehen. Vorkenntnisse sind dafür nicht viele nötig, wohl aber Neugier und die Bereitschaft Neues zu lernen.
Es kann eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben: Entweder da ist jemand, der alles geschaffen hat, oder es ist alles von allein entstanden. Beides ist unvorstellbar und beides lässt sich nicht beweisen. Lasst mich also die Entscheidung treffen, meinen Weg mit Gott zu gehen.
Das ganze Universum bekommt einen völlig anderen Sinn, wenn ich es als Schöpfung betrachte. Dann ist da jemand, der es erdachte und entstehen ließ. Das ganze Sein hat seinen Sinn von Ihm und auf Ihn hin. Nichts ist dann gleichgültig.
Wie groß muss der sein, der dies Universum ins Dasein rief! Wie anders als alles Geschaffene, wenn Er zeitlos darüber steht! Wie sollen wir Ihn erkennen, es sei denn, Er offenbart sich?
Vielleicht ahnen wir beim Betrachten der Schöpfung, dass Er einen Sinn für Schönheit und Humor hat, dass Er Abwechslung liebt und Dynamik, dass Er selber noch viel lebendiger sein muss als alles, was auf Erden lebt.
Am Kunstwerk kann man den Künstler ein Stück weit kennen lernen, aber in der persönlichen Begegnung kommt noch ganz anderes zum Vorschein. Darum muss uns Gott begegnen, wenn wir Ihn kennen sollen.
Und wenn Er doch so groß ist, dass Er die ganze Schöpfung umfasst, dann reicht sicher unser Leben nicht aus, Ihn voll und ganz zu erkennen. Also machen wir uns auf, unsere kleinen Schritte zu gehen.
„Gott – ich versuche einmal, mich darauf einzulassen, dass DU bist.
Zufall oder Schöpfung – beides ist nicht zu fassen.
Willst Du? Willst Du wirklich, dass ich Dir begegne?
Ich will versuchen, hinzuhören, ob du mit mir, zu mir reden möchtest.“